15) Brauerei Gebrüder Reif

1690-1906, Untere Karlstraße 2-4

1690 erhielt Isaac Buirette v. Oehlefeld die Erlaubnis, ein Brauhaus in der Neustadt zu erichten. Nach zwei weiteren Generationen und der Zulassung von Konkurrenz (z. B. Kitzmann) wurde die Sudstätte 1797 an Johann Georg Berthold verkauft. Unter Zacharias Wolf, dem Schwiegersohn seiner Witwe, bürgerte sich nach Berthold’s Tod (1817) der Name „Wolfsschlucht“ ein.
Während die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (1863-1867) scheiterte, brachten Georg und Peter Reif das Unternehmen durch umfassende Neuanschaffungen (Dampfmaschine 1877, maschinelle Malzdarre 1879), Ausbauten (Burgbergkeller 1884) und Neubauten auf einem Auslagerungsgelände in der Schuhstraße sowie konsequente Exportorientierung in die Spitzengruppe der Erlanger Brauereien. 1906 fusionierte sie mit der Brauerei Helbig zur Henninger-Reifbräu. Das Betriebsgelände wurde nicht mehr gebraucht und musste dem heutigen Altbau der Universitätsbibliothek weichen.

Brauerei Gebrüder Reif

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